Das haben sich die „Macher” von Air Berlin wohl etwas anders vorgestellt. In einer gigantischen Werbekampagne mit dem „Sunny” der deutschen Talkmaster - Johannes B. Kerner (das B. steht für Baptist oder scherzhaft für Bonaqua) sollten die Aktien der Airline dem Privatanleger schmackhaft gemacht werden. Es war beabsichtigt max. 49,8 Mio. Aktien in einer Preisspanne von Euro 15,00 bis 17,50 (macht immerhin ein Emissionsvolumen von ca. € 750 bis 870 Millionen) zu platzieren. Die erste Notierung sollte ursprünglich am heutigen Freitag an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgen. Nun gestern die „frohe” Botschaft aus dem Unternehmen - der Börsengang wird verschoben. Der Handel in Frankfurt soll nun erst am kommenden Donnerstag, den 11.Mai 2006 starten. Auch die Bookbuildingspanne wurde auf Euro 11,50 bis 14,50 gesenkt. Grund für diese Verschiebung, so war zu lesen, war die fehlende Bereitschaft der Anleger, die Aktie innerhalb der ursprünglichen Preisspanne zu zeichnen.
Ja, es reicht eben nicht mehr aus mit „flachen” wenig informativen Werbespots und einen in dieser Branche wenig begabten JBK potentielle neue Aktionäre zu gewinnen. Besonders der Slogan „Bei Aktien setze ich auf Sieger!”, welcher von JBK launisch in den Spots der Airline verbreitet wurde, ist durch die Verschiebung des Börsenganges inhaltlich überholt. Es ist wohl allen klar und verständlich - Sieger sehen anders aus.
Da ich mir eine gewisse Schadenfreude in diesem Zusammenhang nicht verkneifen kann, möchte ich Euch das nachfolgende Werbebanner ans Herz legen. Passt doch, oder?
Abschließend wünsche ich allen Lesern noch einen schönen Abend und ein tolles sonniges Wochenende.
Bis denne
Dass der verschobene Börsengang Air Berlin am Ende teuer zu stehen kommen könnte, schreibe ich in meinem Blog.
http://aktien-blog.com/crash-danke-air-berlin.html
Durch die niedrigere Preisspanne nimmt das Unternehmen weniger Geld ein, Geld, das für die notwendige Expansion vorgesehen war.